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out now: Barker & Baumecker – Turns [Ostgut Ton]

October 20, 2016
 

Artist:
Barker & Baumecker

 

Title:
Turns

 

Label:
Ostgut Ton

 

Cat#:
OSTGUTCD38, OSTGUTLP24

 

Release Date:
25th November 2016

 

Format:
CD, LP & digital

 

Tracklist CD:
01.
Senden

02.
Encipher & Decipher

03.
Club Entropicana

04.
Technogate

05.
Turnhalle

06.
Nocturnal

07.
Statik

 

Tracklist Vinyl:
A1.
Senden

A2.
Encipher

B1.
Decipher

B2.
Club Entropicana

C1.
Technogate

C2.
Turnhalle

C3.
Nocturnal

D.
Statik

 

Press Info (German):
Barker & Baumecker vollziehen auf ihrem zweiten Album Turns Wendungen zwischen Techno, Bass, Breaks und experimentellem Terrain.

Für Sam Barker und Andreas Baumecker hat sich das Leben immer um verschiedene Arten von Musik gedreht. Das ist zum Teil der Grund, warum ihre Produktionen als Barker & Baumecker eher unberechenbar und schwerer einzuordnen sind, als das, was man von einem aus einem Technoclub geborenen Label erwarten mag. Und wo ihre Musik klar zum Tanzen gemacht ist, hört man eine tiefe Liebe zu und Respekt vor den vielen Formen elektronischer Musik – die Verbundenheit zu experimentellen Stilen von Dance Music ist es schließlich, was sie überhaupt erst zusammengebracht hat. Man stelle sich ihre Musik in jedem anständigen Club vor, doch die Unterbrechung des Flows auf dem Floor ist, was uns zu ihrem zweiten Album Turns bringt. Ein Amalgam ihrer jeweiligen musikalischen Köpfe, Genres und Stile transzendierend, während sie ihre Klangästhetik als Barker & Baumecker weiter entwickeln und verfeinern.

Barker & Baumecker vollziehen auf ihrem zweiten Album Turns Wendungen zwischen Techno, Bass, Breaks und experimentellem Terrain.

Für Sam Barker und Andreas Baumecker hat sich das Leben immer um verschiedene Arten von Musik gedreht. Das ist zum Teil der Grund, warum ihre Produktionen als Barker & Baumecker eher unberechenbar und schwerer einzuordnen sind, als das, was man von einem aus einem Technoclub geborenen Label erwarten mag. Und wo ihre Musik klar zum Tanzen gemacht ist, hört man eine tiefe Liebe zu und Respekt vor den vielen Formen elektronischer Musik – die Verbundenheit zu experimentellen Stilen von Dance Music ist es schließlich, was sie überhaupt erst zusammengebracht hat. Man stelle sich ihre Musik in jedem anständigen Club vor, doch die Unterbrechung des Flows auf dem Floor ist, was uns zu ihrem zweiten Album Turns bringt. Ein Amalgam ihrer jeweiligen musikalischen Köpfe, Genres und Stile transzendierend, während sie ihre Klangästhetik als Barker & Baumecker weiter entwickeln und verfeinern.

Barker & Baumecker trafen 2008 erstmals über ihre Arbeit aufeinander. Der Eine war Booker bei einer Agentur, der andere Booker im Berghain. Baumecker war gegenüber Barker und seinen Kollegen bei der LittleBig Bookingagentur behilflich und ermutigend Leisure System zu starten – erst als Party, heute ebenfalls ein Label für widerborstige Dance Music. Wenig später gipfelte ihre von musikalischer Neugierde gefestigte Freundschaft in gemeinsamen Produktionen. Heute, zwei EPs, ein Album und gut zwanzig Remixes später, erforschen und verändern Barker & Baumecker stetig ihre Interessen, besonders im Gebiet zwischen Techno, Bassmusik, Breaks und Experimentellem.

Baumecker war so ziemlich von Tag Eins in die Clubkultur seiner Heimat Frankfurt am Main eingebunden. „Frankfurt hat eine sehr gute Geschichte bezüglich Clubmusik. Es gab da eine Partyreihe, Techno Club in dem Laden No Name, das ging 1984 los“, erinnert sich Baumecker. „Das war prinzipiell ein amerikanischer Schwulenclub. Superklein, aber voll da. 1986 ging ich da als 18-jähriger zum ersten Mal hin.“ Als DJ nd_baumecker verdiente er sich ab den 90ern seine Sporen mit Housemusik im Wild Pitch Club – eine Party der Playhouse- und Robert Johnson- Gründer Ata und Heiko MSO. Eher abseitigen Techno, Electro und von Warp Records beeinflusste Klänge gab es in Mannheim gemeinsam mit Move D und D- Man. Als DJ-Stammgast im Berghain-Vorgängerclub Ostgut zog er 2004 nach Berlin, wo ihn eine Residency in der gerade eröffneten Panorama Bar im Berghain erwartete. Zwölf Jahre später ist er immer noch Resident, wenn er nicht gerade außer Haus rund um die Welt auflegt.

Barker begann als Producer in Brightons enggeknüpfter Experimentalmusik-Community, wo, wie er sagt, „ein unvoreingenommenes Miteinander herrschte. Musik als Plattform des eigenen Ausdrucks und Originalität waren die einzigen Gradmesser. Auf Parties waren wir auf der Suche nach Authentizität.“ Mit seinem Umzug nach Berlin 2007, als Teil des LittleBig-Teams und seine folgenden Erkundungen von DJ-Kultur fügten seiner musikalischen Philosophie eine neue Dimension hinzu: „Das Skillset des DJings war eine Sache, die zu lernen mir viel Spaß machte. Die ersten paar Jahre guckte ich anderen DJs einfach auf die Finger. Musik als kommunikatives Werkzeug, dieses ‚Hey, lass uns alle zueinander finden‘ – im Gegensatz zu ‚Entweder du verstehst mich oder nicht, mir egal‘ – leuchtete mir vor Berlin nicht wirklich ein.“

Während Baumecker sich selbst immer als DJ sah, ergab es sich, dass er zu Zeiten des Kennenlernens Barkers seinen ersten Synth kaufte – vom damaligen Ostgut Ton-Labelmanager Nick Höppner. „Ab da ging alles ganz schnell“, sagt er. „In kürzester Zeit kaufte ich eine Menge neuen Krams.“ Baumecker hatte also Blut geleckt und Barker fügt hinzu, dass beide Hardware-Liebhaber und an Technologie interessiert sind. Zwar besitzen sie ein paar Klassiker, aber „der Großteil des Studios ist unter fünf Jahre alt.“ Andreas sagt, sie „wollen einen neuen Klang erzeugen, mit den alten Maschinen wurde das schon gemacht.“ Wenn man einen kurzen Blick in ihr Studio wirft, sieht man eine irre Sammlung an Synths, Drummachines und alles mögliche andere. Baumecker besitzt eine große Sammlung an Moog-Effektgeräten, Barker brachte mehrere Modular Synth-Racks ein.

Normalerweise wollen beide ja einfach nur Spaß haben und dem „echten Leben“ entfliehen, aber auf ein oder zwei Motive lassen sie sich dann doch ein. Bezugnehmend auf den Albumtitel sagt Barker, dass beide „seit dem letzten Album (Transsektoral) einige Höhen und Tiefen hatten, und wenn du mit jemand anders von Angesicht zu Angesicht arbeitest, müssen beide im gleichen Geisteszustand sein.“ Baumecker ergänzt: „Turns bezieht sich auch ein Stück weit auf die einzelnen Tracks – fast alle verändern sich zur Mitte hin.“ Und auch das Album verändert sich in der Halbzeit durch das kurze Interlude „Technogate“. „Tatsächlich ist das der Klang des Stahltors neben unserem Studio“, sagt Barker.

Aber das ‚Technogate‘ war nicht die einzige Inspiration für Turns. „Natürlich ist das eine Referenz ans Berghain“, meint Andreas ironisch, während Sam ergänzt: „Der Titel ‚Turnhalle‘ steht ja für körperliche Ertüchtigung. Wir haben jeden Track des Albums auf der Clubanlage angehört, aber ‚Turnhalle‘ haben wir über das Soundsystem abgespielt und dort wieder aufgenommen. In den ersten beiden Minuten versuchten wir den Effekt nachzuempfinden, wenn man über die Stahltreppe den Club betritt.“ Obwohl kein Stück auf Turns rein funktional ist, sehen Barker & Baumecker sich selbst und ihre Musik natürlich im Club verortet. „Sowas würde ich mir an einem gewissen Punkt Montagsmorgens wünschen, oder Sonntagnachmittag. Es gibt diese Phasen im Berghain, in denen es wichtig ist, die Leute wieder ein bisschen runterzubringen und nicht den gleichen Vibe sechs Stunden lang durchzuhämmern. Sowas wie ‚Turnhalle‘ könnte da gut reinpassen, und von da aus geht’s dann weiter.“ Stücke also, die die Wendung eines Sets markieren.

Man findet nichts typisches in diesen Stücken, sie eint aber eine wohlgeformte Ästhetik und Klangpalette mit Sinn für Tiefe und kompositorischen Zweck. Das Ambient-Intro des ersten Stücks „Senden“ morpht in einen Flow à la Reich. Auf „Encipher & Decipher“ verweben sich tiefste Drums traumhaft mit melodischen Synthpads. „Club Entropicana“ reduziert Rhythmus und Klang zu Maschinensignalen, ähnlich der Raster-Noton’schen Kraßheit. „Turnhalle“ und „Nocturnal“ verleiben sich Trance-Euphorie und Breakbeats ein – aber auf unterschiedliche Art und Weise. Das finale „Statik“ kommt mit einem lecker-glitischigen Garage-Puls, der den Weg zur Erlösung im House weist. Man weiß nie ganz recht, was als nächstes kommt – aber Turns wirkt, als erweiterten und verfeinerten Barker & Baumecker ihren musikalischen Dialekt. Wie die meiste Musik, die sie beide mögen, ist hier alles wohlüberlegt, vielseitig und in stetem Wandel – aber immer und alles für den Club.

 

Press Info (English):
Barker & Baumecker take Turns from techno, bass, breaks, and experimental terrain with their second album on Ostgut Ton.

Sam Barker and Andreas Baumecker’s lives have always revolved around different kinds of music. That’s partly why their productions as Barker & Baumecker are more unpredictable, harder to pin down than what you might expect from a label borne out of a techno club. And while their music is clearly built for dancing, listening to it reveals a deep love and respect for many forms of electronic music – bonding over more experimental dance forms is what brought them together in the first place. Imagining their music at any decent club, but disrupting the flow on the floor is what brings us to their second album Turns. An amalgamation of their unique musical minds, transcending electronic music genres and styles, while further developing and refining the Barker & Baumecker sound aesthetic.

Barker & Baumecker first met via their day jobs back in 2008, when the former was a booking agent and the latter was the booker for Berghain. Baumecker was instrumental in encouraging Barker and his colleagues at LittleBig booking agency to start Leisure System – first a party and now also a record label championing irregular dance music. Shortly after, their friendship – sparked by a kinship in musical curiosity – became a partnership in production. Now, with two EPs, an album, and almost 20 remixes under their belts, Barker & Baumecker continue to steadily explore and reshape their shared electronic musical interests, especially in techno, bass, breaks, and experimental terrain.

Baumecker’s been a clubber pretty much from day one in his hometown of Frankfurt am Main. As he recalls, “Frankfurt has a really good history in club music. There was a party series called Techno Club at the No Name venue, which began in 1984. It was an American gay club, basically. It was super tiny, but really happening. I went there for the first time in ’86 when I was 18.” As the DJ nd_baumecker, he cut his teeth in the ‘90s playing house at Wild Pitch Club – an early party thrown by Playhouse/Robert Johnson founder Ata and Heiko MSO – and left-field techno, electro, and Warp-influenced sounds in Mannheim with Move D and D-Man. A regular guest at Berghain’s predecessor club, Ostgut, he moved to Berlin in 2004 after an invitation to become a resident at the newly opened Panorama Bar inside Berghain. 12 years later, he’s still a resident there, as well as a frequent DJ flyer worldwide.

Barker started out as a producer in Brighton’s tight-knit experimental community, where, as he explains, “it was an open-minded scene. Music as a platform for self- expression and originality were really the only judgment markers. Authenticity is what we were looking for in those parties.” But his move to Berlin in 2007, as part of the LittleBig team, and his subsequent exploration of DJ culture offered a new dimension to his musical philosophy: “The skill of DJing was something I had a lot of pleasure learning about. I was trainspotting DJs for the first few years. Music as a more communicative tool, this kind of, ‘hey, let’s all find a common ground,’ – as opposed to, ‘you can understand me or not, I don’t care,’ – didn’t really make sense to me before Berlin.”

While Baumecker had always thought of himself as a DJ, it was right around the time he met Barker that he bought his first synth from then-Ostgut Ton label manager Nick Höppner. “But then it went really fast,” he explains, “I bought a lot of stuff in a really short amount of time.” With Baumecker having caught the bug, Barker readily admits that they’re both hardware lovers heavily into technology and machinery. But while they own some classics, “most of the studio is under five years old.” As Andreas reveals, they “want to create a new sound, and with the old machines it’s been done.” If you peek into the small studio they share with Höppner, there’s a huge collection of synths, drum machines and all manner of gear. While Baumecker now has an impressive collection of Moog effects boxes, Barker has brought in several racks of modular synths.

While their usual aim is only to have fun and escape from “real life,” they will admit to a theme or two. Talking about the title of the album, Barker explains, “the two of us have had quite a lot of ups and downs since the last record (Transsektoral), and when you’re in a collaboration where you only work together in real-time, in person, both people need to be in the right frame of mind.” Baumecker adds, “Turns also had something to do with the tracks – almost every one turns towards the middle.” The album also turns on the middle track of seven, a short interlude called “Technogate”. “It’s actually [the sound] of the gate right by our studio,” Barker divulges.

But “Technogate” wasn’t the only inspiration for Turns. “The title “Turnhalle” is German for a gymnasium or a sports hall,” Barker explains about the album’s fifth track. “And we are referring to Berghain,” Baumecker notes wryly. Barker continues: “We checked every track out in the club, but “Turnhalle” we recorded playing back through the Berghain soundsystem. During the first two minutes, we tried to recreate the effect of ascending the staircase into the club.” And while none of the tracks on Turns are merely functional, Barker & Baumecker do, of course, envision them in the club. “It’s what I wish people would play at a certain time on Mornday morning, or sometime in the afternoon on Sunday,” Baumecker explains. “There are certain periods in Berghain where I think it’s really necessary to bring people down again and not keep them on the same vibe for six hours. I think something like this would interrupt that, and you can move on from there again.” Tracks that mark a turn in a set, then.

There’s nothing typical about any of these tracks, but they each share a clean aesthetic and sound palette with a sense of depth and compositional purpose. The ambient intro of album opener “Senden” morphs into a Reichian flow. “Encipher & Decipher”’s low-end drums weigh down dreamily melodic synths. “Club Entropicana” reduces rhythm and sound to machine signals, akin to Raster-Noton’s starkness. Both “Turnhalle” and “Nocturnal” incorporate trance euphoria with breakbeats but in different ways, while closer “Statik” has a deliciously slippery garage pulse guiding it through a journey towards house bliss. You never know where they’ll draw from next, but Turns feels like Barker & Baumecker are expanding and refining their own musical dialect. Like most of the music they’re both drawn to, it’s thoughtful, rich, and ever evolving – but always and completely committed to the club.

 

Listen:

 

Trailer:

Barker & Baumecker | Turns | ostgutcd38/lp24 | (excerpt) Senden

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Videos:
“Encipher & Decipher”

“Statik”

Videos created by the29nov films.

 

Special:
“Smoke Machine Podcast 055”

 

Recommendations:
album “Transsektoral” on Ostgut Ton
remix EP on Ostgut Ton
EP “A Murder Of Crows” on Ostgut Ton

 

Buy CD:
Barker & Baumecker @ Bandcamp
Ostgut Ton Shop
Juno
more soon

 

Buy Vinyl:
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Buy Vinyl Limited Edition:
Ostgut Ton Shop

 

Booking:
Ostgut Booking

 

Websites:
Barker & Baumecker
Ostgut Ton

 
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